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Wladimir Antonow

Spirituelle Praktiken
(Lehrbuch)

Inhaltsverzeichnis


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Spirituelle Praktiken / WO IST GOTT ZU SUCHEN?


WO IST GOTT ZU SUCHEN?

Die “Besiedlung” einer neuen “Schöpfungsinsel” beginnt damit, dass sich dort Geister niederlassen, die bei ihrer Evolution auf anderen “Inseln” den Zustand des Heiligen Geistes (Brahman) erreichten. Sie werden zu “Erbauern” und “Aufsehern” der Lebensevolution auf jungen Planeten. Später werden diese Äonen mit jenen bevölkert, die diese Evolutionshöhen bei einer Inkarnierung bereits auf dieser “Insel” erlangten. Der gesamte Raum in und um unseren Planeten ist erfüllt von ineinander verschmolzenen oder sich getrennt manifestierenden riesigen Bewusstseinen, die sich in ihrer Gesamtheit der Heilige Geist oder Brahman nennen.

Wie dem Leser somit bereits klar sein dürfte, ist der Heilige Geist keineswegs eine “Emanation” des Gott-Vaters (bzw. von Gott Vater und Gott Sohn). Nein! Der Heilige Geist ist ein Lebendes Bewusstsein — verfeinert, uns liebend und erziehend, sich beständig innerhalb und außerhalb unserer Körper befindend. Er freut sich immer, wenn wir Ihm unsere Aufmerksamkeit schenken — mit Liebe und mit der Bereitschaft, Seine Hilfe anzunehmen, um uns Ihm — Seinem Zustand — zu nähern.

Gleiches kann auch vom Bewusstsein des Schöpfers gesagt werden. Allerdings liegt dieses noch tiefer in der Multidimensionalität und ist unvergleichlich umfassender. Es ist unendlich. Es ist, wie das Bewusstsein des Heiligen Geistes, im Inneren (in der Tiefe) unter jeder kleinen Zelle unserer Körper. Die Entfernung zu Ihm ist, wie es Jesus Christus schön formulierte [14,28], nicht größer als die Dicke eines feinen Papierblattes. Da ist es nicht nötig, auf der Suche nach Gott irgendwohin zu fliegen oder sehr weit weg zu fahren: Er ist genau hier und jetzt in uns. Nur in einem anderen Äon. Was uns von Ihm trennt, ist nichts anderes als unsere eigene Grobheit, bedingt durch religiöse Unwissenheit und die Unentwickeltheit unserer Liebe.

Wir sollen Gott im Inneren, in der Tiefe unseres eigenen spirituellen Herzens suchen. Diese bekannte Formel ist nicht bloß eine schöne Metapher, sondern ein ganz konkreter Hinweis darauf, in welche Richtung wir uns bemühen sollen. Wenn wir nun die traurige Tatsache der nahezu totalen spirituellen Degradierung der Menschenmassen beobachten, dann ist die Ursache davon vor allem darin zu sehen, dass ihnen selbst wahre spirituelle Kenntnisse fehlen. Und schuld daran sind nicht nur ruchlose Politiker, sondern auch Anführer von abwegigen religiösen Massenorganisationen, die es ihren “Herden” beibringen zu hassen, zu saufen, zu töten und ihr Vertrauen nicht in Gott, sondern in ausgedachte “Götter” zu setzen. Auch dazu, immer und immer wieder angeblich “rettende” Körperbewegungen zu machen und “Gebete” zu wiederholen, welche die Gläubigen oft direkt für die Hölle programmieren, anstatt dass sie Liebe und Seelenfeinheit entwickeln.

 

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Göttlicher Weg des geistigen Herzens