![]() Spirituelle Praktiken Inhaltsverzeichnis
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Spirituelle Praktiken / REINIGUNG DER CHAKREN. ÖFFNUNG DES SPIRITUELLEN HERZENS REINIGUNG DER CHAKREN. ÖFFNUNG DES SPIRITUELLEN HERZENSNachdem das Gesagte gemeistert ist, kann daran gegangen werden, die Chakren zu reinigen und in Ordnung zu bringen. … Es gibt insgesamt sieben Chakren. Mitunter wird eine andere Anzahl genannt, was auf Missverständnisse zurückgeht. So werden beispielsweise andere Energiezentren als Chakren eingestuft oder auch Energiezentren, die künstlich im Körper oder sogar jenseits davon erzeugt werden. Es gibt auch irrtümliche Meinungen zur Lage der Chakren. So kommt etwa das Anahata-Chakra in einer Reihe inkompetenter Veröffentlichungen in die Magengegend, und das Manipura-Chakra “fährt” herunter in den Nabel. In Wirklichkeit sind die Chakren wie folgt angeordnet: Sahasrara: Dieses Chakra ähnelt einer liegenden Scheibe und befindet sich unter dem Scheitelbein im Vorderhirn. Es misst etwa 12 cm im Durchmesser und ist ca. 4 cm hoch. Ajna: ein großes Chakra in der Kopfmitte. Räumlich entsprechen ihm die zentralen Abschnitte des Gehirns. Vishuddha: liegt in der unteren Hälfte des Halses und auf Höhe des Schlüsselbeines. Anahata: das Chakra im Brustkorbabschnitt des Körpers. Manipura: das Chakra der oberen Bauchhälfte. Svadhistana: das Chakra der unteren Bauchhälfte. Muladhara: Dieses Chakra liegt im unteren Beckenbereich zwischen Steißbein und Schambein. Der Entwicklungsgrad der einzelnen Chakren stimmt mit den psychologischen Eigenschaften eines Menschen überein. Gut entwickelte Chakren sind jeweils wie folgt erkennbar: Sahasrara: ausgeprägte Fähigkeit zu “strategischem” Denken, d.h. dazu, die jeweilige Gesamtsituation en bloc mit “einem Blick”, von “oben” zu erfassen. Solche Menschen können weit denkende Anführer sein; Ajna: Fähigkeit zu “taktischem” Denken; sie erlaubt erfolgreiche Problemlösungen bei “engen”, “partiellen” Fragen in Wissenschaft, Produktion, Alltag usw.; Vishuddha: Fähigkeit zu ästhetischer Wahrnehmung. Gute Maler, Musiker und andere Künstler sind Menschen mit einem gut entwickelten Vishuddha-Chakra; Anahata: Fähigkeit zu emotionaler Liebe (einer Liebe nicht “aus dem Kopf heraus”, sondern “vom Herzen”); Manipura: Fähigkeit zu tatkräftigem Handeln. Häufig beobachtet wird aber auch die Neigung zur Dominanz der Emotionen der Verärgerung und anderer Manifestationen des Zorns; Svadhistana: gut ausgeprägte reproduktive Funktion; Muladhara: psychische Stabilität in verschiedenartigen Lebenssituationen. Es besteht eine enge Wechselbeziehung zwischen dem Zustand der Chakren und den Organen, die sich in den dem jeweiligen Chakra entsprechenden Körperteilen befinden. Die Chakren beteiligen sich an der Energieversorgung dieser Organe, und Erkrankungen von Organen sind dem Zustand der Chakren sehr abträglich. Die Chakren haben folgende “Zuständigkeitsbereiche”: — Anahata: Herz und Lunge, auch Arme und Milchdrüsen, — Manipura: u.a. Magen und eine Reihe weiterer Strukturen des Verdauungssystems, — Svadhistana: u.a. Geschlechtsorgane, Harnblase und Beine, — Sahasrara: Vorderteile der Gehirnhemisphären, — Ajna: das gesamte verbleibende Gehirn, aber auch Augen, Ohren, Nase und Nasenrachen, — Vishuddha: u.a. ganzer Hals, Schilddrüse, auch beide Kiefer mit ihrem Gebiss. (Die Grenze zwischen den “Einflussbereichen” von Ajna und Vishuddha verläuft über den Gaumen.)
* * * Beginnen wir nun mit der Chakrenarbeit. Es existieren bestimmte mantraartige Klangkombinationen, deren Singen durch die entstehenden Resonanzschwingungen eine Entwicklung der Chakren begünstigt. Mantras können auch helfen, eine deutliche Wahrnehmung der eigenen Chakren zu erreichen. Diese Mantras sind wie folgt: für das Sahasrara: am, für das Ajna: wom, für das Vishuddha: ham, für das Anahata: yam, für das Manipura: ram, für das Svadhistana: wam, für das Muladhara: lam. Singen Sie die Mantras am besten im Chor, gedehnt, sanft, in hohen Klangfrequenzen (sich nach weiblicher Stimmhöhe orientierend) und mit leiser Stimme bei gleichzeitiger Konzentration auf die entsprechenden Chakren. Beim Übergang von Chakra zu Chakra dringen Sie von hinten in sie ein, vom Rücken oder Hinterkopf her, gleichsam wie in eine kleine Zelle oder Nische. Wiederholen Sie den ganzen Mantrenzyklus mehrere Male, bis Sie die Vibrationen in allen Chakren deutlich spüren. Praktizieren Sie diese Übung unbedingt jeden Tag. Wenn es nicht möglich ist, die Mantras laut zu singen, singen Sie sie innerlich, aber nur nachdem Sie das Lautsingen gemeistert haben. Der Arbeit mit dem Anahata-Chakra schenken Sie jetzt und in Zukunft die maximale Aufmerksamkeit — allein schon dadurch wird Ihr Leben heller und freudiger. Wenn man es nicht lernt, die Chakrenmantras sehr fein und zart zu singen, wird weiter nichts mehr gelingen. Besonders schwer tun sich damit Männer, die kein Feingefühl kennen. Ihnen kann folgende Technik helfen: Nehmen Sie einen Schluck Wasser in den Mund und spülen damit die Kehle durch. So, dass ein Gurgellaut entsteht. Machen Sie nun weiter und lassen Sie den Schluck immer tiefer in die Kehle hinunter; der Laut wird dabei höher. Dieser soll äußerst hoch werden. Gerade mit diesen Tönen muss man beim Singen der Chakrenmantras beginnen. Nun lernen wir eine weitere Technik zur Entwicklung der Chakren. Stellen Sie sich eine weiße, leuchtende dreidimensionale Figur vor, gebildet aus vier seitlich anliegenden Dreiecken. Die Figur (Tetraeder) ist uns ihrer Form nach von den Papierverpackungen bekannt, in denen früher Milch verkauft wurde. Wir führen nun eine solche “Verpackung” von hinten in jedes der Chakren nacheinander mit einer Ecke nach vorn (außer Sahasrara und Muladhara) ein und lassen sie schnell um eine hinten nach vorn verlaufende Senkrechtachse im Uhrzeigersinn (von hinten gesehen) rotieren. Für die beiden äußersten Chakren sollte sich das Tetraeder um eine Senkrechtachse drehen, und zwar beim Sahasrara mit einer Ecke nach oben und beim Muladhara nach unten. Drehrichtung für die übrigen Fälle: gegen den Uhrzeigersinn, vom Körper aus gesehen. Die Übung lässt sich leichter ausführen, wenn man dabei das Mantra in das entsprechende Chakra “einbläst”. Alle behandelten Übungen mit Chakren (und danach auch mit Meridianen) sind besonders im Stehen bequem auszuführen, und die folgende Übung auch bei langsamem Gehen in einem Park oder Wald. Es sei jedoch gewarnt, dass diese Trainings die Empfindlichkeit der Praktizierenden für Energieeinwirkungen anderer Menschen erhöhen, also auch für Informationen, die von unterschiedlich entwickelten Geistern kommen können. Es besteht deshalb die Gefahr, dass Menschen, die intellektuell und ethisch noch nicht reif sind, nicht in der Lage sein werden, auf derartige Einwirkungen angemessen zu reagieren, besonders in realen oder vermeintlichen Gefahrensituationen. Aus diesem Grund sollte auf diese Weise nicht mit Menschen gearbeitet werden, die nicht wenigstens das 20. Lebensjahr erreicht haben. Aber auch bei Erwachsenen ist dieses Training nur Wenigen zu empfehlen. Psychoenergetisches Training, welches zu hohen Verfeinerungsstufen des Bewusstseins und folglich zu einem Gefühl der “Bewusstseins-Entblößung” führt, darf auf keinen Fall einen Massencharakter tragen. Nur Ausgewählte sollen zugelassen werden. Andere Menschen haben die Möglichkeit, ihr intellektuelles und ethisches Potenzial durch exoterische spirituelle Selbstarbeit zu erhöhen. Deren Eckpunkte sind der Erwerb neuer Kenntnisse, das Dienen an anderen und eine Festigung im Glauben. Es gibt aber eine recht einfache Übung mit dem spirituellen Herzen, die jeder versuchen kann — ohne jegliche Vorbedingungen. Fühlen Sie Ihren Kopf in den Brustkasten verlagert. Spüren Sie die Nase, das Kinn, die Lippen. Bewegen Sie Ihre Lippen. Damit der Kopf nicht an seinen früheren Platz “hochschwebt”, fühlen Sie darauf eine Schirmmütze. Dann — ganz wichtig — öffnen Sie die Augen und “zucken” Sie mit den Wimpern… Jetzt werden Sie lernen, die Außenwelt mit den Brust-Augen zu sehen. Die Welt fühlt sich jetzt ganz anders an: nicht rau und feindselig, sondern fein, zärtlich, empfänglich für Emotionen der Liebe! So wird eben das spirituelle Herz geöffnet. Wie wir sehen, geht das ganz einfach. Man muss es sich nur wünschen! Späterhin gilt es zu lernen, vom Anahata aus nicht nur nach vorn zu schauen, sondern auch nach hinten. Und danach auch aus allen anderen Chakren. (Die “Fenster” der beiden äußersten Chakren richten sich entsprechend nach oben und nach unten. Durch sie hindurch lässt sich aber auch nach vorn und nach hinten schauen.) Nach hinten schauen sollte man nicht nur um der Entwicklung der Chakren willen, sondern auch, weil man durch das Vorwärtsschauen zunächst gelernt hat, die Welt materieller Objekte zu sehen. Das Rückwärtsschauen hingegen entwickelt einen Blick in die reinen und subtilen Äonen und in das dort lebende Bewusstsein. Mehr noch: Diese Übung bereitet uns darauf vor, über den Körper hinauszugehen. Auch das muss rückwärts getan werden — rückwärts vom Anahata aus.
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