![]() Spirituelle Praktiken Inhaltsverzeichnis
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Spirituelle Praktiken / Liebe LiebeLiebe ist die Haupteigenschaft Gottes. Um mit Ihm zu verschmelzen (oder wenigstens, für den Anfang, der Hölle zu entkommen), müssen wir liebreiche Emotionen und Werke lernen und dabei entgegengesetzte Zustände und Taten in uns ausschließen, wie immer die äußeren Umstände auch sein mögen. Liebe ist das Wichtigste, was Gott von uns will. Und wir haben keine andere Möglichkeit, Ihn zu erkennen und mit Ihm zu verschmelzen, als dass wir selbst zur Liebe werden. Liebe sind emotionale Zustände, anders gesagt: Zustände der Bewusstseinsenergie. Und Bewusstseine (Seelen) sind wir. Jedes Mal, wenn wir aus dem Zustand der Liebe austreten, entfernen wir uns von Gott. “Jeder Austritt aus dem Zustand der Liebe führt zur Anhäufung von negativem Karma”, sagte mir einmal Gott [4,11,14.16]. Menschen geben die Schuld für ihre Nöte und Krankheiten allen außer sich selbst. Dabei sind ja gerade wir selbst immer daran schuld. Ich zeigte dies an Beispielen aus meinem Leben in [14]. Es ist von grundsätzlicher Wichtigkeit zu verstehen, dass ein fester und stabiler Zustand der Liebe nicht anders erreicht wird als durch eine psychische Selbstregulierung. Hierzu gehört die Arbeit mit Chakren, in erster Linie mit dem Anahata-Chakra. (Entsprechende Methoden sind nachstehend dargelegt.) In alten Zeiten wurde im Christentum eine Praktik zur “Öffnung” des spirituellen Herzens entwickelt, die als “Jesus-Gebet” bekannt wurde. Der spirituell Strebende wiederholte dabei fortwährend einen Gebetsaufruf an Jesus. Dies verhalf dem Gebet bei manch einem nach mehreren Jahren zum “Durchbruch” ins spirituelle Herz, und sie erkannten so, was die Liebe in der Tat ist. Das ganze Leben eines solchen Menschen veränderte sich dadurch grundlegend (genauer darüber s. [16]). Später, als bei der russischen Orthodoxie der “Brjantschaninow’sche” Dämonismus die Oberhand gewann, hieß es bei der Kirche zunehmend, die Geheimnisse des Jesus-Gebets seien “verloren gegangen … … Früher einmal hatte Gott, der mein aufrichtiges und intensives Bestreben zu Ihm und zur Unterstützung anderer Menschen sah, mir dabei geholfen, ein erstaunlich effektives System von Methoden zur “Öffnung” und Entfaltung des spirituellen Herzens zu entwickeln. Diese Methoden fanden in einer Reihe meiner Bücher [11,13,15,16] teilweise Erörterung und wurden seinerzeit in Russland und einigen anderen Ländern umfassend unterrichtet. Hier sei jedoch gleich vorweggenommen: Nur wenigen von Tausenden Schülern gelang es, eine reale und genügend vollständige Erkenntnis des Gott-Vaters zu erreichen. Woran lagen die “Abgänge”? An der Unfähigkeit der Übrigen, die einzelnen Punkte der “Babadschi-Formel” vollkommen zu verinnerlichen. So mangelte es der überwältigenden Mehrzahl der Schüler an jenem Bestreben zur Gott-Erkenntnis, das ihnen erlaubt hätte, die Aufmerksamkeit in genügendem Maße auf Gott zu lenken, weg von Gegenständen der materiellen Welt. Andere gaben, von Sektierern eingeschüchtert, auf. An und für sich können Psychotechniken einen Menschen nicht zu Gott bringen; sie dienen nur als ausgezeichnete und notwendige Hilfsmittel. Wichtigste Voraussetzung für den Erfolg ist indes die Fähigkeit, mit einem entwickelten Intellekt die volle Wahrheit zu begreifen und ein unnachgiebiges, liebevolles Streben nach dem Hauptziel zu entwickeln; mit anderen Worten: sich in den Schöpfer zu verlieben. Die spirituelle Entwicklung eines Menschen sollte unbedingt umfassend sein. Sie sollte sowohl eine intellektuelle Komponente einschließen wie eine ethische und später auch eine psychoenergetische. Auch die Liebe kann beim Menschen nicht allein durch Anahata-Übungen in einem Unterrichtssaal gedeihen. Die sich entwickelnde Liebe muss das ganze Leben und alle Lebensbereiche füllen. Sie muss sich äußern im fortwährenden Verweilen des Bewusstseins in einem “Anahata-Zustand”, in einem aufrichtigen, respektvollen und taktvollen Umgang mit jedem bekannten und unbekannten Menschen, in der Leichtigkeit, Beleidigungen zu vergeben und zu vergessen, anstatt sich zu rächen, und auch in einem Verhalten, bei dem niemand unverdientermaßen gekränkt oder betrübt wird. Sie muss die aufopferungsvolle Bereitschaft hervorbringen, anderen sogar zu eigenem Nachteil zu helfen; die Interessen anderer, dessen würdiger Menschen sind höher zu stellen als die eigenen. Sie muss sich nicht nur auf Gott und die Menschen ausbreiten, sondern auch auf Tiere und Pflanzen; niemand kann mit Recht denken, seine Liebe sei weit entwickelt, wenn er bereit ist, Pflanzen unnötig zu töten und zu verletzen, wenn er, um die eigene Esslust zu befriedigen, ein Ernähren mit Tierkörpern gut heißt. Gott verweist die Menschen ständig auf die Notwendigkeit einer reinen, “tötungsfreien” Ernährung: Davon sprachen u.a. Gautama Buddha, Jesus Christus und Babadschi; dasselbe bekräftigt derzeit Sathya Sai Baba [7-8,14]5. Dagegen bestehen die Anführer entarteter Religionssekten auf das glatte Gegenteil, um ihr “Recht auf Sünde” beizubehalten und den “Massencharakter” ihrer Kirchen zu gewährleisten, dies auf Kosten der betrogenen Massen, die auch noch für den Unterhalt ihrer Lügenhirten sorgen. Liebe muss tadellos sein bei Beziehungen zu Kindern; sie soll sich etwa darin äußern, dass man nicht reizbar ist. Allerdings ist beim Erziehen zu Anstand und Disziplin eine gewisse Strenge zu wahren — um der Kinder selbst willen. Auch im Bereich der Sexualität sollte jeder die Qualität seiner Liebe untersuchen, denn gerade hier treten menschliche Laster sehr deutlich zu Tage. Jede Form von Gewaltsamkeit und Zwang beim Sex, auch in Worten und sogar in Gedanken, steht in Opposition zur Liebe. Dasselbe ist der Fall, wenn ein Mann sich nicht darum kümmert, eine unerwünschte Schwangerschaft seiner Partnerin zu verhindern. Ein weiteres Beispiel ist Passivität der Frau beim Geschlechtsakt, wenn sie also dem Mann nicht ihre Liebe schenkt, sondern nur egoistisch auf die eigene Befriedigung wartet und danach oft noch beleidigt ist, dass er “es nicht richtig macht”. (Alle Menschen unterscheiden sich ja voneinander in ihrer Sexualität. Und ein neuer Partner weiß nie im Voraus, wie er es dir besser besorgen kann.) Wahre Sexualität ist eben die Kunst, sich selbst die eigene Liebe durch sexuellen Umgang zu schenken. Und nur, wenn auf beiden Seiten Liebe und Schenken sich begegnen, können die Partner zu einer Harmonie finden. Ich bin überzeugt, dass sehr vielen Frauen ein Buch von Barbara Kiesling helfen könnte, in dem wunderschön beschrieben wird, wie die Frau gerade ihre sexuelle Liebe praktisch schenken kann [27]. Allerdings würde ich nicht zu allem raten, wovon dort die Rede ist. So erhöhen häufige oral-genitale Kontakte ganz entschieden die Wahrscheinlichkeit von Infektionen. Auch ist sexueller Umgang mit vielen Partnern auf einem ernsthaften spirituellen Weg absolut unzulässig. Denn hierbei kommt es zu intensivem Energieaustausch mit ihnen, wodurch ihre möglichen energetischen Grobheiten, Verschmutzungen und Krankheiten übernommen werden könnten [9,14,16,28]. Ich befasste mich früher viele Jahre mit Sexualpsychologie und -physiologie. Damals, noch in der atheistischen Zeit meiner Entwicklung, hatte ich den starken Wunsch, andere Menschen mittels ehelicher Harmonie und gesunder Kinder glücklich zu machen. Einmal aber erlebte ich die Folgen von launenhaftem Egoismus einer Frau, die mich um sexologische Hilfe ersuchte, weil sie keine Orgasmen hatte. Ich will davon genau erzählen, weil dies im Weiteren erlaubt, eine Reihe von ethisch äußerst wichtigen Themen zu betrachten. Für diese Hilfe, die für mich ein schwieriger Akt von Selbstaufopferung war, blieb sie mir nachher fast ein Jahr lang aufrichtig dankbar. Viele Monate später jedoch trafen wir uns “zufällig” bei einem Lehrgang, zu dem man mich eingeladen hatte. Sie wollte damals nicht am Unterricht teilnehmen, saß nur da, kuschelte sich an meinen Körper und erzählte die ganze Zeit… nur von ihren sexuellen Erfolgen. Ich war entsetzt und ließ sie eine Tonbandaufnahme mit meinem Vortrag über die Unvereinbarkeit sexueller Spielereien und eines spirituellen Weges hören. Sie fühlte sich derart beleidigt, dass sie beschloss, sich zu rächen, und beschuldigte mich wegen… Vergewaltigung. Dazu legte sie sich auch eine tatsächlich ekelerregende Version zurecht, obwohl es bei mir nicht die geringsten Anzeichen für Gewaltsamkeit oder exzessive Sexualität gibt. Und was ich damals auf ihre Bitte hin und mit ihrem vollen und aktiven Einverständnis getan hatte, tat ich nicht um meinetwegen, sondern nur für sie, wobei ich meine Abneigung sorgfältig verbarg, um sie nicht zu kränken. Mit ihrer üblen Nachrede erzürnte sie eine Bande von Primitivlingen, die durch meine frühere, vom Weg zu Gott abgekommene Schülerin zusammengezimmert wurde. Diese arrangierten dann einen hinterhältigen Überfall auf mich, verletzten tödlich meinen Körper und verurteilten diesen so zu einem langsamen und qualvollen Sterben. Später brachte Gott mich jedoch in denselben Körper zurück und half mir dabei, Wege zur Genesung zu finden [16]. Ich wurde dadurch besser: Gott riss mich auf diese Weise aus der Anhaftung an eine große Vielzahl von Schülern, deren spirituelles Arbeitspotenzial inzwischen versiegt war. Ich lenkte meine Aufmerksamkeit fortan nur noch auf Ihn, wurde zu einem echten Mönch und legte innerhalb kurzer Zeit einen riesigen Abschnitt der “letzten Geraden” meines Weges zu Ihm zurück. Und die Mitglieder jener Bande, welche sich eine “spirituelle Gruppe” nannten, hatten, sogar nachdem sie erfahren hatten, dass ich übel verleumdet worden war, dennoch nicht bereut und taten nichts, um ihre Schuld zu lindern. Und das, obwohl ich mich nicht an ihnen rächte und sie sogar persönlich vor einer justizrechtlichen Bestrafung für ihr Verbrechen rettete. Sie gingen bloß in die Kirche, bekamen dort die “Absolution” und kamen so wieder zur Ruhe… Denken wir übrigens nach: Hat jenes “Väterchen” ihnen damals geholfen oder aber geschadet? Was ist besser für einen Mörder: in tiefer Reue versinken und versuchen, sich zu bessern, oder aber mit einer Lüge beruhigt und selbstzufrieden davonkommen?… … Ein jeder macht sein Schicksal selbst, indem er die ihm von Gott gegebene Willensfreiheit wahrnimmt. Der eine entwickelt sich in aufopfernder Liebe und hilft anderen. Ein anderer lässt launenhafte Selbstsucht, Hass, Grobheit oder Grausamkeit in sich wachsen. Die Ersteren erdulden und vergeben; sie “halten sich heraus” aus der Feindseligkeit und bewahren sich dadurch in der Liebe und im Bestreben zum Schöpfer — und erreichen Ihn. Die Letzteren dagegen werden zu “Abfällen der Evolution”. Die einen können mit vollem Recht als Christen bezeichnet werden. Die anderen aber, obwohl sie mit Kreuzen behängt in die Kirche gehen… Wie sind sie zu nennen? … Nachher stieß ich oft auf Kopfschütteln: Wie denn? Warum hatte ich den ganzen Abschaum “nicht bestraft”? Aber wie konnte man sie bestrafen? Die Namen, Telefonnummern und Adressen des Anführers der Bande und eines der Verbrecher beim Innenministerium melden? Das wäre genug gewesen, um sie alle “hinter Gitter zu bringen”. Was mich damals aber davon abhielt, war die Frage: Werden sie besser, wenn sie ihre Strafen “abgesessen” haben? Sicher nicht! Oder wenn man sie, sagen wir, einen nach dem anderen zu Krüppeln geschlagen hätte? Doch auch dadurch wären sie nicht besser geworden. Wie in der ersten Vergeltungsversion wären sie dann, umgekehrt, in evolutionärer Beziehung nur noch schlechter geworden und hätten sich in ihrer emotionalen Grobheit noch gefestigt. Denn der Mensch kann infolge von Gewalt bestenfalls aufhören etwas zu tun, er mag sich sogar entschuldigen (nicht aufrichtig), aber die Seele wird dadurch nicht klarer, die Reue kommt nicht. Und was wäre mit Töten? Aber töten kann man ja nur den Körper. Der Mensch selbst bleibt! Mehr noch, er verliert dann die Möglichkeit, sich in dieser Inkarnation zu bessern. Es sind nur Atheisten und “Gläubige” mit demselben Entwicklungsniveau wie die Mitglieder jener Bande, die töten, prügeln und Vergeltung üben. Deshalb habe ich nicht den geringsten Zweifel an der Richtigkeit meiner Entscheidung, ihnen die Möglichkeit gegeben zu haben, sich durch Buße zu reinigen — vielleicht erst viele Jahre später, wenn sie erwachsener geworden sind. Vielleicht werden ihnen ja sogar meine Bücher dabei helfen. Denn wenn sie nicht bereuen, so haben sie sich in ihrem Schicksal bereits schreckliche Zukunftslektionen vorprogrammiert… Welche Strafe kann noch furchtbarer sein als diese? Ich erzähle davon so detailreich, um an lebenden Beispielen zu erläutern, dass die inständige Empfehlung der wahren Religion Gottes — nicht rächen — einen objektiven Sinn hat [14]. Das Problem hat aber noch zwei Seiten. Die erste: Es war ja Gott, der meine Tötung stattfinden ließ. Wie auch alle anderen Tötungen und sonstigen Übeltaten. Und Er tat das ja für mich. An wem sollte man sich also “rächen”?… Mir ist klar, dass dies für Anhänger primitiver religiöser Sekten frevelhaft klingt: Sie sind ja überzeugt, dass alles “Böse” von einem mächtigen Teufel erzeugt wird, mit dem der schwächliche alte Mann auf der Wolke — der gütige Gott — gar nicht fertig werden könne… Wenn man aber jene Wahrheit versteht, dass Gott Vater der Universale Bewusstseinsozean ist, der immer in unmittelbarer Nähe einer jeden kleinen Zelle unseres Körpers ist und dass alle Teufel und Dämonen nichtige Tröpfchen primitiver Bewusstseiten und dem Ozean der Weisheit absolut untertan sind, wobei der Vorsatz des Ozeans nicht darin besteht, uns auf der Erde zu bedienen und uns um jeden Preis ein paradiesisches Leben zu schaffen, sondern darin, dass wir vollkommen werden und in Ihn einfließen, dann erst werden die Rolle unseres gemeinsamen Lehrers, Gottes, im Leben eines jeden von uns und die Weisheit der Macht Seiner vollkommenen Liebe verständlich. … Und die andere Seite des Problems ist: Man darf sich im Bestreben zu Gott durch nichts ablenken lassen, weder durch neue Sexualabenteuer noch durch die Anhäufung irdischer Reichtümer, noch durch Selbstbehauptung unter den Menschen, noch durch “Feinde”. All das sind Fallen für jene, die Gott nicht lieben. Wer aber tatsächlich Gott liebt, der geht zu Ihm, ohne sich von Unnotwendigem ablenken zu lassen. Und Rachsucht ist ja gerade ein extremer Ausdruck des niederen Ich beim Menschen, welches dem Ich Gottes entgegensteht. * * * … Gott hat unsere Sexualität nicht nur als Mittel der Fortpflanzung konzipiert, sondern auch als Weg zu spiritueller Vervollkommnung. Sie kann es zwei sich liebenden Menschen sehr erleichtern, ihre Liebe in Zärtlichkeit, Fürsorglichkeit, Selbstaufopferung und Bewusstseinsvereinigung wachsen zu lassen. Dies bereitet sie darauf vor, mit dem Bewusstsein des Höchsten Geliebten, unseres Schöpfers, zu verschmelzen. Sexuelle Liebe kann direkt die Entwicklung des spirituellen Herzens fördern, wovon wir bereits gesprochen haben. Denn sie lehrt uns (wenn alles gut geht) den Frieden — einen untrennbaren Bestandteil der Vollkommenheit und eine der Eigenschaften Gottes, die wir uns aneignen sollen. Doch dies alles bezieht sich nur auf Menschen mit einer sattvischen, reinen Sexualität, welche auf ihrem spirituellen Weg real vorwärts kommen. Sie beschleunigt dann wesentlich ihren Fortschritt. Dagegen kann Sexualität bei grobfühligen und selbstsüchtigen Menschen, deren spirituelle Herzen unentwickelt sind, diese noch weiter verderben und sie in die Hölle treiben. Ein Unheil für die spirituelle Evolution vieler Menschen ist die erdenweite Verbreitung eines lieblosen und pervertierten “Christentums” geworden. Dieses hat nicht zuletzt die sexuelle Liebe mit einem Bann belegt und den Verzicht auf sie zu einer “christlichen Tat” erklärt. Es hat alle Empfängnisakte entweiht, indem es sie als “befleckt” bezeichnete — im Unterschied zu der angeblich “unbefleckten” (d.h. ohne einen Mann stattgefundenen) Empfängnis der Mutter von Jesus Christus. Es entstand geradezu ein Kult um das Jungfernhäutchen Marias der Gottgebärerin. (Wie mag sie wohl zu dem ganzen Gezänk um die Besonderheiten ihrer Genitalien stehen?!) Überhaupt wurde der menschliche Körper, speziell der einer Frau, als schamwürdig und schmählich erklärt. Sogar das Wort “Beine” auszusprechen war für “anständige” Menschen genierend. Worte, die sich auf Sexualität bezogen, galten als “unanständig”; sie erschienen zunehmend als Beschimpfungen, um andere Menschen zu verleumden. So entstand eine Sprache des Tamas-Guna, die auch heute weiter lebt — Schachmatt. Wie sollten dann Menschen, die vom verabscheuungswerten “Laster” der Sexualität überwältigt waren, die diese bei sich selbst und besonders bei anderen hassten, ein reines Verhältnis zu ihr entwickeln, ohne welches man ja kaum erwarten kann, das Bewusstsein zu verfeinern, Liebe zu entfalten und Gott näher zu kommen? Die Menschen hatten zunehmend Angst vor dem, was ihnen ja gerade helfen konnte, besser zu werden. Männer riefen dazu auf, die Frauen gerade deswegen zu hassen, womit diese ihnen helfen könnten. Denn eine Frau ist — im Durchschnitt — wesentlich subtiler als ein Mann; hierzu prädestiniert sie nicht zuletzt ihr hormonaler Status. Sie steht — dieser Eigenschaft nach — Gott näher. Dies lehrte ja auch Jesus Christus [7,14,23], indem er sich an die Männern richtete: “Achtet sie, beschützt sie; wenn ihr so handelt, werdet ihr ihre Liebe gewinnen… und ihr werdet Gott angenehm sein… Liebt auch eure Ehefrauen und achtet sie… Seid mild gegenüber der Frau; ihre Liebe veredelt den Mann, erweicht sein verhärtetes Herz, zähmt die Bestie in ihm und macht ihn zum Lamm. Ehefrau und Mutter sind unbezahlbare Schätze, die Gott euch gegeben hat; sie sind die besten Zierden der Welt… Wie einst Gott… Licht von der Finsternis trennte und Land von den Wässern, so besitzt die Frau die göttliche Gabe, beim Mann gute Absichten von schlechten Gedanken zu trennen. Darum sage Ich euch, dass eure besten Gedanken hinter Gott den Frauen gehören sollen; die Frau ist für euch ein göttlicher Tempel, in dem ihr überaus leicht das vollkommene Glück bekommt. Schöpft aus diesem Tempel moralische Stärke; dort vergesst ihr eure Sorgen und Missgeschicke und erlangt wieder die verlorenen Kräfte, die ihr nötig habt, um dem Nächsten zu helfen. Setzt sie nicht der Erniedrigung aus; ihr werdet damit nur euch selbst vor Gott erniedrigen und jenes Gefühl der Liebe einbüßen, ohne das nichts hienieden existiert. Beschützt eure Frau, so dass sie euch und eure ganze Familie beschützen kann; alles, was ihr für eure Mutter, eure Frau, für eine Witwe oder eine andere Frau in Not tut, werdet ihr für Gott tun” /Das Leben des Heiligen Issa, 12,13-21/. Doch das “Christentum” (und nicht nur dieses) erklärte die Frau zum “Ursprung der Sünde” und schrieb ihr vor, ihren Körper auf alle mögliche Art zu verbergen. Jahrhunderte hindurch waren in Russland die Frauen sogar verpflichtet, in fersenlangen Mänteln zu baden. Und sogar, in der Kleidung zu schlafen. In Russlands “Brjantschaninow’schen” Klöstern wird das bis heute streng befolgt: “Du könntest ja nachts im Schlaf sterben und müsstest dann nackt vor den Herrn treten! Welch eine Schande wäre das!”. Eine weitere Gemeinheit ähnlicher Art ist die Erklärung, ein Teil der zur Welt gekommenen Kinder — durch Gott für eine Entwicklung auf der Erde inkarnierter Seelen — sei “illegitim”, weshalb die Mutterschaft der Frauen, denen Gott diese Seelen anvertraut hat, schmachvoll sei. … Es gilt zu verstehen, dass gerade Menschen des Tamas-Guna, die im Laster leben und nichts als Laster um sich herum sehen, auf die ihnen eigene aggressive Art die “Zügel der Regierung” bei anfänglich heiligen religiösen Bewegungen an sich reißen und diese wie auch die Lehre Gottes allmählich ins Gegenteil verkehren. So auch beim sexuellen Lebensaspekt: Sie können, als der Hölle angehörig und von der Leidenschaft besessen, Gewalt zu üben, zu entehren und nur ihre niederträchtigen egoistischen Gelüste zu befriedigen, sich nicht vorstellen, dass für andere, sattvische Menschen, die Sexualität keine Lüsternheit ist, sondern ein Liebesgeschenk, ein Sich-Schenken. Und dass sie auch zu ihrem Dienst für Gott gehört! … Ein Kloster ist — seiner Idee nach — eine spirituelle Schule. Doch in den “Brjantschaninow’schen” Klöstern, denen für Männer und denen für Frauen, wird den Mönchen nichts Gutes beigebracht. Diese Klöster sind einfach riesengroße “Wohngemeinschaften”, wo Ärger und Feindschaft brodeln, wo man sich sogar in Fastenzeiten reichlich von “getöteter Speise” ernährt, wo außer routinemäßigen täglichen Standardgebeten und Verbeugungen die Menschen nur mit gewöhnlicher Haushaltsarbeit beschäftigt sind. Sogar waschen dürfen sie sich nicht häufiger als alle vierzehn Tage ein Mal. Das nennt sich “Tötung des Fleisches”. Ihre Körper werden dann auch tatsächlich krank und verschlimmern ihren ohnehin schon schweren seelischen Zustand. Obendrein noch “brennen” viele der Klosterbewohner geradezu mit der ihnen verhassten sexuellen Leidenschaft. Vielleicht ist diese es sogar, vor der sie, irregeführt, hinter Klostermauern die Rettung suchen. Mit wenigen Ausnahmen zeichnen sich Mönche durch eine überdurchschnittliche energetische Seelenrohheit aus, sowohl Männer als auch jene Frauen, die schon “in den Jahren” sind. Sie werden von den “Brjantschaninows” dazu geschult, ununterbrochen in negativen Emotionen zu leben, nicht zuletzt durch ständiges Erinnern an die Hölle und den Teufel und an die eigene hoffnungslose Sündhaftigkeit, geerbt noch von Adam und Eva, die Anno dazumal eine “Todsünde” begangen haben sollen… Sie versinken so im wahrsten Sinne in der Hölle, spüren sie und ihre Bewohner und machen dann auch anderen Menschen damit Angst. Damit versetzen sie diese, indem sie diese mystische Seuche ringsum verbreiten, in Furcht und zerren sie mit in die Hölle… … Ich bin weit davon entfernt, zur Schließung solcher Klöster aufzurufen. Sie sind notwendig, und das aus vielen Gründen. Auch ich selbst hatte von ihnen früher einmal großen Nutzen, indem ich in ihnen lebte, arbeitete, beichtete und jeden Tag die Kommunion empfing. Es geht hier um etwas anderes, und zwar um spirituelle Genesung, darum, sie von dem “Brjantschaninow’schen” Satanismus zu reinigen und wieder in der Lehre Jesu Christi einzubetten. * * * … Sexbegeisterung ist aber auch schlecht. Der Begriff “Ehebruch” ist nicht nur für Menschen von Bedeutung, sondern auch für Gott. Er bedeutet sowohl Übermaß an sexuellen Kontakten als auch Sex mit unangemessenen (dem spirituellen Entwicklungsgrad nach nicht übereinstimmenden) Partnern (genauer darüber siehe [14]). Das Risiko von sexuell übertragbaren Krankheiten ist gerade der Mechanismus, den Gott nutzt, um bei Menschen die Tendenz zu exzessivem Sexvergnügen “abzubremsen”. Im Kern geht es hier darum, dass wir uns bemühen sollten, unser Hauptaugenmerk auf die Suche nach Gott zu richten, ohne uns übermäßig von irgendetwas anderem ablenken zu lassen — wobei Sex nur eine von solchen Leidenschaften ist. Das Thema “sexuelle Exzesse” ist derzeit besonders aktuell, weil in vielen Ländern, darunter auch in Russland, Pseudoschüler des indischen spirituellen Meisters Rajneesh (Osho) eingewandert sind. Die sich als “erleuchtet” nennenden “Swamis” (Mönche), die nichts über Gott wissen, die von Sex und bisweilen auch von Gewaltsamkeit besessen sind, in ihrem Inneren schwarz wegen energetischem Schmutz und krank bis auf die Knochen, machen sich Reklame durch den Namen des Lehrers und verdienen ihren Lebensunterhalt, indem sie totale Handlungsfreiheit beim Essen, bei Drogen und natürlich beim Sex predigen. Bekannt geworden ist ein Fall, wo in einem solchen “Ashram” (Kloster) alle dorthin mit Werbung gelockten Frauen via Gruppenvergewaltigung “eingeweiht” wurden. Ich selbst hatte Gelegenheit, sowohl Ausbrüche von Geschlechtskrankheiten wie rasche Diabolisierung (beim energetischen Seelenzustand) unter Opfern solcher Neuerungen zu beobachten. … Ergo muss jeder bei Sex wie bei allem anderen die “goldene Mitte” zwischen zwei Extremen finden… Dann kann Sattva mit ihrer Reinheit und Harmonie kommen. * * * Eine Bewusstseinsverfeinerung und die Erlangung wahrer Sattva als der notwendigen Stufe zur Erkenntnis des Heiligen Geistes und Gott Vaters sind nicht möglich, ohne dass man Konzeptionen der Schönheit in sich aufnimmt. “Schönheit: Auf dieser Formel festigt das Kosmos die Evolution”, lehrte uns Gott durch Elena Rerich [14,22]. Spirituelle Schönheit existiert auf zwei Stufen der Feinheitsskala der Gunas: in Rajas und Sattva. Rajas steht hier für Energie, Konzentration und Enthusiasmus. Es ist ein spiritueller Krieger mit unbeugsamer Willenskraft. Das Rajas-Motiv findet sich auch in Naturzuständen; es kann durch Tanz, Musik oder Kunst zum Ausdruck kommen. Beispielhaft für Letzteres sind Bilder von Nikolai Rerich. Sattva ist eine subtile und von zärtlicher Liebe durchdrungene spirituelle Reinheit und Schönheit — die unmittelbarste Stufe zur Erkenntnis des Heiligen Geistes. In der Natur findet man den Sattva-Zustand im reinen Licht der aufgehenden Sonne, im frühjährlichen Gesang der Vögel, in der bezaubernden Stille eines ruhigen Abends. Eines der besten Beispiele für hochsattvische Musik sind einige Kompositionen von Uma Shankarananda. Höchste Bewertung verdienen einige Lieder der Schule “Krishna-Bewusstsein”; es gibt auch herrlich klangschöne orthodoxe Gesänge und Glockengeläute. Die sattvische Schönheit eines harmonischen menschlichen Körpers ist ebenfalls spirituell schön und kann auf die bei den meisten Menschen mangelnde Zärtlichkeit, Sanftmütigkeit, Ruhe und Friedlichkeit einstimmen. In russische Städte kam Sattva mit Gorbatschows Perestroika, vor allem in Form von Fotoplakaten mit der zarten Schönheit entblößter weiblicher Körper. Es war ohne Zweifel ein spiritueller Durchbruch. Doch sogleich gingen tamasisch gesinnte Geschäftsleute daran, das Thema zu entweihen, indem sie Fotos mit prall hervorstehenden Hinterteilen zur Schau boten… So treten in ein und demselben Kunstgenre verschiedene Gunas zu Tage. Das Sattva-Guna lehrt Schönheit der Liebe, das Tamas-Guna entweiht sie. Fragen wir uns jetzt: Zu welchem Guna gehöre ich? Und was sollte ich im Zusammenhang damit tun?… * * * Noch ein Federstrich zum Thema Liebe. Ich fuhr einmal lange mit dem Zug, arbeitete meine Demut auf und studierte die Situation: Meine Nachbarn waren eine sehr beleibte und gröbliche Mutter mit einem überdimensionalen Körper und ihr ungefähr 15-jähriger Sohn, Student einer Suworow-Oberschule und zukünftiger Offizier. Über den ganzen Weg, viele Stunden lang, brüllte die Mutter ununterbrochen durch den halben Waggon. Worüber? Sie… unterhielt sich einfach mit ihrem Sohn und schrie ihm dabei alles zu, was ihr so in den Sinn kam, alle ihre Gedanken. Etwa: “Söhnchen! Ich gehe jetzt in die Toilette den Apfelgriebs wegwerfen!… … Warum antwortest du nicht, wenn deine Mutter mit dir redet???!!!” Und das abgequälte, stumpfgesichtige “Söhnchen” konnte nur noch, zum Fenster abgewandt, schwach mit dem Kopf nicken… Wie kann man das Verhalten dieser ihren Spross aufrichtig liebenden “Mutti” einschätzen? Gewaltanwendung? Ja. Taktlosigkeit? Ja. Man könnte noch weitere ihrer Eigenschaften nennen… Jetzt aber ist anderes zu unterstreichen: In ihrer Liebe fehlte Ruhe. Die Fähigkeit zu tiefer innerer Ruhe, besonders wenn keine energischen Handlungen nötig sind, ist eine sehr wichtige und wertvolle Eigenschaft. Es ist die Grundvoraussetzung für wirkliche Liebe. Die Versuche, ohne Ruhe zu lieben, nehmen gelegentlich Eigenschaften an, wie sie in dem geschilderten Beispiel verdeutlicht wurden. Eine solche “Liebe” kann nur ihre Opfer verletzen. Sie erzeugt bei ihnen lediglich das starke Bedürfnis wegzulaufen. Wenn man denn irgendwohin weglaufen kann… … Den Zustand Gott Vaters in Seiner Wohnstatt kann man als zärtliche Ruhe beschreiben. Wir wollen das von Ihm lernen, wenn wir uns auf die Begegnung mit Ihm vorbereiten. Wahre Ruhe steht jedoch nicht im Widerspruch zu gesunder Tatkraft, sondern steht mit dieser harmonisch in Verbindung. Überlegen wir uns nun dieses Postulat und wenden es auf uns an. Diese Aufgabe lösen helfen können, abgesehen von Empfehlungen dieses Buches, ein Studium über das beste spirituelle Erfahrungsgut des traditionellen Chang- und Zen-Buddhismus und die von diesen spirituellen Suchrichtungen ausgearbeiteten konkreten Mittel und Wege wie Teezeremonien, Steingärten, Meditationslandschaften, beste Erziehungs- und Ausbildungsmethoden für Samurais usw. [16,30,36,38].
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